Chronik

Chronik des SV Freyberg-Eisenberg

Geschichte des Vereins

Der Schützenverein Freyberg/Eisenberg ist 1907 aus einem Bartverein hervor gegangen. 19 Mitglieder dieses Vereins gründeten damals den Schützenverein am Fuß der gleichnamigen Burgruinen. Mit 20 Mark Kassenstand, die vom Bartverein übernommen wurden, startete der neue Verein. Für 51 Mark wurde ein Hinterlader-Stutzen angeschafft, der Jahresbeitrag wurde auf 1,20 Mark festgelegt. Erster Schützenmeister des jungen Vereins wurde Friedrich Bren­ ner, er war der Vater des späteren Schützenmeisters Moritz Brenner. Zwei Jahre später wurde Josef Friedl aus Eisenburg (vom Boeß) zum 1. Schützen­ meister gewählt. Im Jahr 1912, als der Verein schon 40 Mitglieder zählte, wurde der erste Schützenball veranstaltet. Das Vereins- und Schießlokal war der Bärenwirt in Zell. Die Wirtsfamilie Kössel war den Schützen in allen Generationen wohlwollend verbunden. Da man zu dieser Zeit für die Fortbe­ wegung bestenfalls das Fahrrad kannte, sannen die Mitglieder der unteren Gemeinde einer Schießmöglichkeit an näherem Ort nach. So wurde auch im Gasthaus Gockelwirt ein Schießstand eingerichtet.

Mit Beginn des 1. Weltkrieges kam der Schießsport zum Erliegen, erster Vorstand Josef Friedl war im Krieg gefallen. Nach der Zwangspause ging es 1919 weiter, als Josef Hipp von Zell das Amt des 1. Schützenmeisters über­ nahm. Bereits 1920 wurde der Bärenwirt Thomas Kössel zum neuen Schützen­ meister gewählt, 1925 löste ihn Thomas Reichart von Oberdeusch ab. Wäh­ rend Thomas Reichart Vorstand der Schützen war, gab es die erste Christ­ baumverlosung in der Gemeinde Eisenberg. Nach Geldentwertung und schwe­ ren Zeiten waren die Menschen um jede Art von Erheiterung dankbar. Sein Nachfolger im Amt des 1. Schützenmeisters wurde 1929 Xaver Stapf von Oberreuten, (Vordermanger) ihn löste 1931 Ludwig Brenner von Zell ab. Ludwig Brenner war vom „Seffl“, er ist im 2. Weltkrieg gefallen. Er führte den Schützenverein bis zu seiner Einberufung, also bis zur kriegsbedingten Pause. Bis 1950 waren den Deutschen als Folge des Krieges Waffen aller Art verbo­ ten, auch die harmlosen Luftgewehre. Die Menschen litten aber auch noch unter den Kriegsfolgen, viele Männer waren gefallen, vermisst oder noch in Gefangenschaft. Mitte der 1950er-Jahre wurde dann wieder vereinzelt mit dem Schießen begonnen. Beim Gockelwirt trafen sich Anhänger des Schießsports, hier war Ernst Pleier der Initiator. In Schweinegg traf man sich gelegentlich im Lagerkeller der Sennerei, wo jeweils pro forma ein Schießstand aufgebaut wurde. Hier wirkte Georg Guggemos (Hummel) als treibende Kraft. So lief es bis Anfang der 1960er-Jahre, wo sich beim Neubeginn wieder alles unter einem Dach zusammen gefunden hat.

Der Neubeginn

Es waren Moritz Brenner (Bäurle Moritz) und Meinrad Kossel (Damele Meinrad) die das ver­ zettelte Schießen nicht akzeptieren wollten. Im Februar 1963 starteten sie mit 25 Mitgliedern einen Neuanfang. Moritz Brenner übernahm zur Wiedergründung das Amt des 1.Schützen­ meisters, Meinrad Kössel wurde sein Stellver­ treter.

Die Schießstände in Schweinegg und beim Gockelwirt wurden aufgelöst, die Dorf­ wirtschaft in Zell, das Gasthaus zum Bären, war wieder gemeinsames Vereinslokal. Dafür wurde in der Gaststube, die heute noch erhalten ist, eine Schießmöglichkeit für jeweils eine Person geschaffen. Der Verein hatte auch Jahre lang nur ein einziges Gewehr, das von jedem Schützen benutzt wurde. Von der Gaststube aus wurde in Richtung Theke durch eine Maueröffnung geschossen. Der Schießbetrieb dauerte regelmäßig bis 01 Uhr oder länger. Bei diesen vorge­ rückten Stunden haperte es natürlich auch bei manchem Schützen mit der Nüchternheit, so dass sich manchmal ein Geschoss, ein „Bolzen“ in Bärlers Stube verirrte und über den Köpfen in der Wand einschlug. Zum Glück kam es nie zu einem Unfall. Fröhlich und gesellig ging es nun im wieder gegrün­ deten Schützenverein zu und so stieg die Zahl der Mitglieder stetig an.

Moritz Brenner, Schützenmeister von 1963 bis 1977

46. Gauschießen 2013 beim SV Freyberg-Eisenberg

Das Gauschießen wurde mit viel Prominent eröffnet. Neben Landrat Johann Fleschhut und Gau-Schützenmeister Hans-Peter Kristen waren auch Bürgermeister und Schirmherr Alfons Stapf mit zahlreichen Schützenmeister des Gaus anwesend. 

Schützen­­verein Freyberg-Eisen­berg Verein steht auf festem Funda­ment Sportliche Spitzenleistungen

Der Schützenverein Freyberg-Eisenberg befindet nach dem ersten Jahr der Übernahme vom Amt des Ersten Vorstands durch Wolfgang Mar­tin auf sicherem Fundament und sehr zukunftsorientierten Bahnen. Dies wur­de bei der sehr gut besuchten Jah­resversammlung im vollen Zeller Schüt­­zenheim verdeutlicht. Der um­fang­reiche Jahresbericht von Vorstand Wolfgang Martin legte die Vielfalt der Aufgaben und den umfangreichen Ar­beitsaufwand offen, der jedoch von der ge­sam­ten Vorstandschaft mit Bravur be­wältigt wurde.

Mit rund 140 Mitgliedern erfreut sich der Schützenverein eines großen Rück-halts in der Gemeinde. Der Mitglie­derbeitrag liegt bei 38.90 Euro, wovon nach allen Abgaben an Versicherun­gen und dem BSSV dem Verein 23.30 Euro verbleiben. Der geplante Jahresausflug nach Regensburg musste wegen gerin­ger Beteiligung abgesagt werden. Nach­dem Alfred Guggemoos und seine Schwester Renate Fichtl nach sehr vielen Jahren die Bewirtung im Schüt­zenheim abgegeben hatten, konnte mit vier Zweierteams eine sehr gut funk­tionierende Lösung gefunden werden. Um fünf Personen konnte die Riege der Übungsleiter erweitert werden, die sich in erster Linie um die Schüler und Jugend, aber auch um die allgemeinen Schützinnen und Schützen kümmern. Der Vorstand erklärte auch die Ener­gie­kostenpauschale, die wegen der ge­stiegenen Energiekosten nun nach Punk­ten berechnet wird und nach der Anzahl der Punkte der Staatszuschuss berechnet wird. Besonders erfreut zeigte sich der Vorstand darüber, dass der Schützenverein nun einen eigenen VW-Bus erworben hat, mit dem die Ju­gendlichen zu Schieß- und anderen Veranstaltungen gefahren werden kön­nen. Durch vielerlei Werbung auf dem Fahrzeug konnte der Bus sehr günstig finanziert werden. Am Ende seiner Aus­füh­rungen lud Martin noch zur Jahres­versammlung des Schützengaus Ostall­gäu ein, die am 09. März in Trauchgau stattfindet.

An vielerlei Aktivitäten erinnerte auch der Bericht von Schriftführerin Eva Poppler, wo besonders an die Teilnahme der 150 Jahrfeier der F. Feuerwehr Eisenberg, den Glühweinständen im Advent in Zell und an die Nikolausfeier in Zell mit Besucherrekord erinnert wurde.

Hohe sportliche Leistungen

Spitzenleistungen erzielten Eisenberger Schützinnen und Schützen bei der Gau­meisterschaft, der Schwäbischen-, der Bayerischen- und der Deutschen Meis­terschaft, deren Ergebnisse Sportwartin Christiane Martin bekannt gab. Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, konnte erstmalig Wolfgang Martin bei der Deutschen Schießmeisterschaft in Mün­chen mit dem Zimmerstutzen erzie­len. Da belegte er den zweiten Platz und erhielt dafür die Silbermedaille. Bei der Bayerischen Meisterschaft im Juni 2023 konnten sich drei Schützen für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, wo sie ebenfalls beachtliche Erfolge erringen konnten. Bei der Schwäbischen Meisterschaft erreichte Jugendwart Flo­rian Friedl einen beachtlichen Zweiten Platz.

Auf gute Zahlen in der Vereinskasse konnte auch der neue Schatzmeister Andy Dopfer verweisen. Er konnte trotz einiger Reparaturkosten im Schützen­heim auf ein Plus von 2900 Euro verweisen, Nach vorheriger Prüfung der Kasse wurde der Vorstandschaft die Entlas­tung erteilt. Bürgermeister Man­fred Kössel lobte in seinem Grußwort die Arbeit und den kameradschaft­lichen Zusammenhalt im Schützen­verein und würdigte die sehr beacht­lichen sport­lichen Leis­tungen. In Punk­to Dorfgemeinschafts­haus baut er auf die Mithilfe des Schüt­zenvereins, wenn in einer verkleinerten Version das Pflas­ter an drei Seiten des Dorfgemein­schaftshauses gelegt und der Dorfplatz in Angriff genommen wird.

Ehrungen

Drei beachtliche Ehrungen konnte Schützenmeister Wolfgang Martin vor­nehmen. Für 40 Jahre Treue zum Verein überreichte er Urkunde und die Goldene Anstecknadel des BSSB an Renate Fichtl und an Rita Steiger. Siegfried Hauptmann ist seit 60 Jahren treues Mitglied und immer wieder Drechsler schöner Schützenscheiben. Auch ihn bedachte der Schützenmeis­ter mit Urkunde und Goldener Ehren­nadel und konnte ihm bei der Gelegen­heit zum 75. Geburtstag zusätzlich ein kleines Präsent überreichen.

 

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